Operetten-Lexikon

Das Fürstenkind

Operette in 1 Vorspiel und 2 Akten
Musik von Franz Lehar
Text von Victor Leon
Uraufführung: 7. Oktober 1909 im Johann Strauß-Theater in Wien (Österreich)

Franz Lehar und sein Textdichter Victor Leon adaptieren 1909 den geheimnisvollen Gentleman-Räuber aus Edmond Abouts Roman "Der König der Berge" für die Operettenbühne. In diesem einzigartigen Werk vermischt Lehar melodiöse Walzer und schneidige Märsche mit griechischer Folklore. Entgegen seinen beiden Welterfolgen mit "Die lustige Witwe" und der nachfolgenden Operette "Der Graf von Luxemburg" kann "Das Fürstenkind" sich trotz seiner schönen Melodien nicht auf den Operettenbühnen halten. Auch die Neufassung als "Der Fürst der Berge", welche am 22. September 1932 im Theater am Nollendorfplatz in Berlin erstmals aufgeführt wird, verschwindet wieder von den Theaterbühnen.

Rollen

Hadschi Stavros, griechischer Fürst und Räuberhauptmann
Photini, seine Tochter
Christodulos, ihr Diener
Bill Harris, ein amerikanischer Offizier
Dr. Cleriany, Botaniker
Gwendolyne
Mary-Ann, ihre Tochter
Perikles, Polizeihauptmann
Basilios, Koltzida, Phalatis, Tamburis, Milotis, Mustakas und Spiro, Mitglieder der Räuberbande

Handlung

Prinzessin Photini, ein "Fürstenkind" aus gutem Hause und Tochter eines griechischen Fürsten, weiß nicht, dass ihr Vater ein Doppelleben führt und als berüchtigter Räuberhauptmann Hadschi Stavros die Athener Umgebung in Angst und Schrecken versetzt. Photini liebt den amerikanischen Offizier Bill Harris, der wettet, dem Räuberhauptmann das Handwerk legen zu können. Er ahnt aber nicht, dass er sich damit auf die Jagd auf seinen zukünftigen Schwiegervater macht, der ihn seinerseits ebenfalls gründlich auf Familientauglichkeit prüft.